Titanic Mythos und Fantasie

10.05.2018

Auch heute, mehr als hundert Jahre nach dem Untergang der Titanic fasziniert das Thema immer noch die Menschheit. Das es über kein Verkehrsunglück so viele Filme und Geschichten gibt, wie sie über das sinken der „unsinkbaren“ gibt ist aber mindestens genauso faszinierend. Kaum etwas ist so größenwahnsinnig wie der Mensch und nichts neigt zu mehr Selbstüberschätzung als der Homo Sapiens. Sich diese Tragödie allerdings selbst vor Augen zu führen scheint unheimlich viele Menschen zu faszinieren sie nie zuvor.

Die wahre Geschichte des Titanic Films sieht allerdings ein bisschen anders aus, als man sie uns vor einigen Jahren noch im Kino weißmachen wollte. Die Liebesgeschichte zwischen Rose und Jack zum Beispiel ist frei erfunden, die hat es leider nie gegeben, genauso wie die legendäre Aktzeichnung von Rose nie existiert hat. Auch das Schmuckstück, das Herz des Ozeans gibt es nicht wirklich. Dieser Schatz ist also auch nicht mit der Titanic versunken. Leider, oder vielleicht auch zum Glück, verhält es sich genauso mit den, im Film gezeigten, Kunstwerken. Hier werden viele Bilder von Picasso und Co. gezeigt. Auch die hat es an Bord der echten Titanic nie gegeben.

Was allerdings der Wahrheit entspricht ist zum Beispiel der Capitain der Titanic. Captain Edward J. Smith ging mit seinem Schiff unter. Er starb an jenem schicksalhaften Tag, obwohl seine Leiche bis heute nie gefunden worden ist. Die Fahrt mit der Titanic sollte seine letzte sein, nach dieser Überfahrt wollte sich der Captain zur Ruhe setzen, aber die See hat ihren Tribut gefordert.

Es gibt allerdings noch weitere Personen denen der Film seinen Tribut zollt. Da wäre zum Beispiel die „unsinkbare Miss Brown“, Margaret „Molly“ Brown wie sie im Film genannt wird war auch in der Realität eine sehr couragierte Frau. Sie wurde erst durch Heirat wirklich wohlhabend und saß deshalb in der ersten Klasse und somit natürlich auch in einem der Rettungsboote der Titanic. Als sie sank flehte sie die Crewmitglieder umzukehren um andere Passagiere aufzunehmen, was auch im Film gezeigt wird, ihre Bitte wurde abgelehnt und viele Menschen ertranken.

Thomas Andrews ist eine weitere der Personen, die im Film sowie in der Realität existiert haben. Im Film und im wahren Leben war er der Archtiekt der Titanic. Er hatte sie entworfen. Im Film richtet er die Uhr der Titanic, am Kamin, als sie untergeht und er seinem Tot ins Auge blickt, ob das allerdings der Wahrheit entspricht ist reine Fiktion, Fakt ist aber das Andrews mit seinem Meisterwerk unterging und ebenfalls sein leben ließ. Genauso verhält es sich allerdings auch mit Bruce Ismay dem Direktor der White Star Line der als Feigling dargestellt wird und sich an Frauen und Kindern vorbei auf eines der Rettungsboote schmuggelt. Seine Geschichte entspricht genauso der Wahrheit wie die Tatsache das die Band der Titanic bis zuletzt gespielt hat. Über das letzte Lied ist man sich zwar noch uneins, aber das wird sich wohl auch nie wirklich klären da alle Band Mitglieder umgekommen sind.

Manchmal sind die Realität und Hollywood eben doch nicht unbedingt so weit auseinander wie man das meinen mag, dennoch wird hier viel inszeniert und erfunden. Wir sind gespannt wann es mit der Titanic weitergeht und welche Geschichten sich Hollywood noch einfallen lässt um das Schiff noch einmal untergehen zu lassen.